Team SALVE-PFG Newsletter Nr. 40 vom 02.07.2026

Information aus der Personalvertretung

Beratungslehrpersonen

Bei der Personalvertretung haben sich zahlreiche Beratunsglehrpersonen gemeldet, weil sie bis heute, 02.07.2026, noch keine Information darüber erhalten haben, an welcher Schule sie ab Schulbeginn eingesetzt werden. Bei der Dienstbesprechung am 18.06.2026 wurde mitgeteilt, dass die Einteilungen bereits feststehen bzw. zeitnah bekannt gegeben werden. Umso unverständlicher ist es, dass die betroffenen Lehrpersonen und auch die Personalvertretung noch immer keine Informationen erhalten haben. Die Betroffenen wollen sich auf ihren neuen Einsatz vorbereiten, mit der Schule Kontakt aufnehmen und ihre Arbeit planen. Dass dies kurz vor den Sommerferien noch immer nicht möglich ist, sorgt für große Verunsicherung. Es ist daher schwer nachvollziehbar, warum eine als gut durchdacht dargestellte Maßnahme in der Umsetzung derart unzureichend vorbereitet ist und die betroffenen Lehrpersonen so lange im Ungewissen bleiben.

Wir haben uns daher heute mit dieser Anfrage an die Bildungsdirektion gewendet:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Zentralausschuss ersucht um Auskunft, wann die Beratungslehrpersonen ihren geplanten Einsatzort erfahren. Wir regen in diesem Zusammenhang an, die Entscheidung zeitnah zu treffen, damit die Lehrpersonen noch in diesem Schuljahr die Möglichkeit haben sich bei den Schulen Informationen für das kommende Schuljahr einzuholen, um sich professionell auf das neue Jahr vorbereiten zu können.

Weiters ersuchen wir um Auskunft in welcher rechtlichen Form (Zuteilung, Versetzung etc.) die Zuweisung der Beratungslehrpersonen an den einzelnen Standorten erfolgen soll.

Mit freundlichen Grüßen


Weiterbildungszeit – Absage

Das neue Modell der Weiterbildungszeit (früher Bildungskarenz) sieht vor, dass sich auch der Arbeitgeber an der Weiterbildungsbeihilfe beteiligt. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber einen Teil der Kosten übernehmen muss.

Wir haben bei LR Mag. Gutschi nachgefragt, ob das Land diesen Kostenanteil für Salzburger Pflichtschullehrpersonen übernehmen kann. Leider haben wir dazu eine Absage erhalten:


Sehr geehrte Frau Haslauer,

bezüglich Ihrer Nachfrage zur Weiterbildungszeit darf ich Ihnen folgende Rückmeldung geben: Für die Gewährung einer Weiterbildungszeit stehen derzeit keine budgetären Mittel, aufgrund der vorgegebenen Einsparungen im Landesbudget, zur Verfügung. Dies ergibt sich daraus, dass ab einem Monatsbruttogehalt von € 3.465 vom Dienstgeber 15 % der AMS-Beihilfe zu tragen sind. Bei einem Bruttogehalt von € 4,500 ergibt sich daraus eine Zuzahlung des Dienstgebers von rund € 3.460 für 12 Monate. Diesen finanziellen Mehraufwand können wir derzeit leider nicht bewältigen und ich verweise daher höflich auf die bestehende Möglichkeit der Weiterbildungsteilzeit. Ich schließe nicht aus, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Weiterbildungszeit erneut aufgegriffen und diskutiert werden kann.

Ich bitte hier um Ihr geschätztes Verständnis.

Mit den besten Grüßen
Daniela Gutschi


Schulautonome Tage im Sj. 2026/27

Der Nationalfeiertag am 26. Oktober 2026 fällt auf einen Montag. Von den insgesamt vier schulautonom freien Tagen werden zwei für die Herbstferienwoche benötigt. Somit stehen noch zwei schulautonom freie Tage zur freien Einteilung zur Verfügung.


SALVE informiert: Belohnung

Das Gehaltsgesetz sieht für die Erbringung von außergewöhnlichen Leistungen die Möglichkeit einer Belohnung vor. Ein entsprechender Antrag für eine Belohnung ist von der Schulleitung einzureichen. Für Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung.

Bildquelle: Pixabay

SALVE informiert: Schwimmunterricht


Ab 1.7.2026: 3,3 % mehr Gehalt für den Öffentlichen Dienst

Mit 1. Juli 2026, steigen die Gehälter aller öffentlich Bediensteten um 3,3 %. Damit tritt der erste Schritt jenes Dreijahresabschlusses in Kraft, den die GÖD bereits im vergangenen Herbst ausverhandelt hat. Das heißt:
+ 3,3 % mehr Gehalt (rollierende Inflation + 0,3 Prozentpunkte) und + 3,3 % auf Zulagen und Vergütungen.

Hier findest du eine praktische Übersicht über die neuen Gehälter und Zulagen.

Bildquelle: Pixabay

SALVE – Masterbonus

Herzlichen Glückwunsch an Sarah Stani! Sie hat ihr Masterstudium hervorragend abgeschlossen und erhält den SALVE - Masterbonus.

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SALVE – der einzige parteifreie Lehrer:innenverein in Salzburg!

SALVE-PFG Presseaussendung: Schulhomepages: Schulen warten weiter auf Rechtssicherheit

Salzburg, 23. Juni 2026


Schulhomepages: Schulen warten weiter auf Rechtssicherheit
Monate der Unsicherheit – noch immer keine Lösung für Schulen und Lehrpersonen

Die Verunsicherung rund um den Betrieb von Schulhomepages hält weiter an. Bereits seit Anfang des Jahres sorgen Informationen der Bildungsdirektion Salzburg für große Unsicherheit bei Schulleitungen und Lehrpersonen. Hintergrund ist die rechtliche Einschätzung, dass der Betrieb einer Schulhomepage nicht als hoheitliche Tätigkeit gilt und die Verantwortlichen daher im Anlassfall persönlich haften könnten.

Viele Schulen haben aus Sorge vor rechtlichen Konsequenzen ihre Homepages bereits eingeschränkt oder sogar vollständig offline genommen. Dabei sind Schulwebsites heute ein unverzichtbares Kommunikationsmittel. Sie informieren Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie die Öffentlichkeit über das Bildungsangebot, Projekte, Veranstaltungen und wichtige Termine. Zudem sind sie ein wesentliches Instrument, um neue Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zu gewinnen.

Bereits im März wurde in einem offenen Brief an Bildungsminister Christoph Wiederkehr eine rasche gesetzliche Klärung und mehr Rechtssicherheit für die Schulen eingefordert. Daraufhin erhielten wir eine Antwort aus dem Bundesministerium, in der eine andere Rechtsauffassung zur Thematik vertreten wird. Eine Lösung des Problems wurde dadurch jedoch nicht erreicht.

Die Bildungsdirektion bestätigt in einem Schreiben vom April 2026, dass sie gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung an einer einheitlichen Handreichung für Schulen arbeitet. Ein erstes Abstimmungsgespräch dazu hat bereits stattgefunden. Ein konkreter Leitfaden oder eine rechtliche Lösung liegen jedoch weiterhin nicht vor.

„Es ist erfreulich, dass an einer Lösung gearbeitet wird. Für die Schulen ist die Situation aber nach wie vor unbefriedigend. Die Unsicherheit besteht weiterhin, während viele Schulen wichtige Kommunikationskanäle nur eingeschränkt nutzen können“, kritisiert Christine Haslauer, Obfrau Salzburger Lehrer:innenverein SALVE.

Auch Toni Polivka von der Lehrergewerkschaft fordert rasche Entscheidungen: „Geduld allein schafft keine Rechtssicherheit. Die Schulen warten seit Monaten auf eine Lösung – jetzt braucht es endlich konkrete Entscheidungen.“

SALVE – PFG fordern die Bildungsdirektionen und das Bildungsministerium erneut auf, die angekündigten rechtlichen Klarstellungen rasch vorzulegen. Schulen dürfen bei der Erfüllung ihrer Kommunikationsaufgaben nicht dem Risiko persönlicher Haftung ausgesetzt werden.

Der Betrieb und die inhaltliche Gestaltung von Schulhomepages müssen eindeutig als Teil der dienstlichen und hoheitlichen Tätigkeit anerkannt und entsprechend rechtlich abgesichert werden. Schulen brauchen klare Rahmenbedingungen und Rechtssicherheit, damit sie ihre Aufgaben ohne Angst vor persönlicher Haftung erfüllen können.

Christine HASLAUER
Obfrau Salzburger Lehrer:innenverein SALVE

+43 664  8284290
christine.haslauer@teamsalve.at 

Toni POLIVKA
PFG Stv. Bundesvorsitzender
+43 664 40565002
toni.polivka@teamsalve.at

PFG Presseaussendung: Verdopplung des BVAEB Selbstbehaltes ist ein Schlag ins Gesicht der Versicherten

Presseaussendung der PFG

PFG: Verdoppelung des BVAEB-Selbstbehaltes ist ein Schlag ins Gesicht der Versicherten

Mit scharfer Kritik reagieren die Parteifreien Gewerkschafter_innen (PFG) auf die bekannt gewordene Anhebung des Selbstkostenbeitrages für BVAEB-Versicherte von 10 auf 20 Prozent. Aus Sicht der PFG werden damit ausgerechnet jene Menschen zusätzlich belastet, die bereits durch steigende Lebenshaltungskosten, hohe Abgaben und eine zurückhaltende Lohnentwicklung unter Druck stehen.

„Die Verdoppelung des Selbstbehaltes wird als notwendige Maßnahme zur Sicherung des Leistungsniveaus verkauft. Tatsächlich bedeutet sie aber vor allem eines: Die Versicherten müssen tiefer in die Tasche greifen, wenn sie medizinische Leistungen in Anspruch nehmen. Das ist der völlig falsche Weg“, kritisiert PFG-Bundesvorsitzender Toni Polivka.

Polivka erinnert daran, dass der Selbstbehalt im Jahr 2016 auf 10 Prozent gesenkt wurde, nachdem durch eine Gesetzesänderung der Zugriff des Bundes auf die Rücklagen der BVAEB ermöglicht wurde.

„Man kann den Versicherten nicht einerseits höhere Beiträge abverlangen, um Rücklagen aufzubauen, und andererseits zulassen, dass diese Rücklagen jederzeit für andere Zwecke herangezogen werden können. Solange dieses Grundproblem nicht gelöst ist, fehlt jeder Rechtfertigung für eine derartige Belastung der Versicherten die Glaubwürdigkeit“, so Polivka weiter.

Besonders kritisch sieht die PFG den Zeitpunkt der Maßnahme. Gerade die Bediensteten des öffentlichen Dienstes und der ausgegliederten Bereiche müssen in den kommenden Jahren mit nur sehr moderaten Gehaltssteigerungen rechnen.

„Während die Einkommen im öffentlichen Bereich in den nächsten zwei Jahren kaum spürbar steigen werden, sollen die Beschäftigten gleichzeitig deutlich höhere Kosten bei Arztbesuchen und medizinischen Behandlungen tragen. Das bedeutet in Wahrheit eine weitere Belastung des verfügbaren Einkommens unserer Kolleginnen und Kollegen“, betont Polivka.

Besonders unverständlich ist für die PFG die Zustimmung jener Gewerkschaftsvertreter, die die Interessen der Beschäftigten vertreten sollten.

„Die Vertreter der ÖVP-nahen Christgewerkschaft und der SPÖ-nahen FSG haben dieser Maßnahme zugestimmt. Damit tragen sie eine Entscheidung mit, die tausende Versicherte unmittelbar finanziell belastet. Wer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten will, sollte sich gegen höhere Selbstbehalte stellen und nicht dafür die Hand heben“, erklärt der Salzburger PFG-Landesvorsitzende Markus Wolf.

Wolf warnt zudem vor den sozialen Folgen der Maßnahme:

„Gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen oder jene, die regelmäßig medizinische Leistungen benötigen, werden die Auswirkungen besonders stark spüren. Gesundheit darf nicht davon abhängen, wie viel Geld jemand im Börsel hat. Eine Verdoppelung des Selbstbehaltes setzt genau das falsche Signal.“

Auch die Argumentation, wonach die Maßnahme zur Stabilisierung der Finanzen notwendig sei, lässt Wolf nicht gelten:

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst haben ihren Beitrag längst geleistet. Wenn nun bei den Gehältern gespart wird und gleichzeitig die Gesundheitskosten steigen, dann wird die Rechnung einmal mehr den Versicherten präsentiert. Das ist weder sozial ausgewogen noch gerecht.“

Die PFG fordert daher die sofortige Rücknahme der beschlossenen Erhöhung und eine transparente Diskussion über die langfristige Finanzierung der BVAEB.

„Wer das Vertrauen der Versicherten erhalten will, muss Belastungen vermeiden und zuerst die strukturellen Probleme lösen. Die Versicherten dürfen nicht zur einfachen Finanzierungsquelle werden“, betonen Polivka und Wolf abschließend.

Aus diesem Grund hat die PFG beim GÖD-Landeskongress Salzburg einen Initiativantrag eingebracht, der die Rücknahme der Erhöhung des Selbstbehaltes fordert. Die PFG wird sich weiterhin mit Nachdruck für eine faire und sozial ausgewogene Gesundheitsversorgung einsetzen.

Salzburg, 03.06.2026

Für Rückfragen:

Toni Polivka                                                                                Markus Wolf
PFG Bundesvorsitzender                                                        PFG Landesvorsitzender

0664-4056002                                                                          0650-2303187
toni.polivka@teamsalve.at                                                   markus.wolf@teamsalve.at

SALVE-PFG Presseaussendung: Bilungsranking? Nein, danke, Herr Minister

Salzburg, 15. April 2026

Herr Bundesminister Wiederkehr kündigt an, dass ab dem kommenden Schuljahr die
standortbezogenen Ergebnisdaten aus den Kompetenzmessungen (iKMPLUS-Testungen)
österreichweit veröffentlicht werden sollen. Dabei ist vorgesehen, die Ergebnisse nicht pauschal
zu vergleichen, sondern im jeweiligen sozioökonomischen Kontext einzuordnen. Schulen sollen
somit mit Standorten in vergleichbarer sozialer Lage gegenübergestellt werden, um möglichst
faire und differenzierte Vergleiche zu ermöglichen.
Begründet wird dieses neue Vorgehen damit, dass mehr Transparenz durch die Veröffentlichung
dieser Daten Schulen, Eltern und Entscheidungsträgern eine fundierte Grundlage für
Verbesserungen bieten und notwendige Veränderungen im Bildungssystem vorantreiben.
„Die Realität schaut leider anders aus und genau dieses Ranking der einzelnen Schulstandorte
wird passieren und zu weiteren Stigmatisierungen von Brennpunktschulen führen“, ärgert sich
Toni Polivka von der Lehrergewerkschaft.
„Schulen und Lehrpersonen stehen bereits jetzt unter hohem Druck. Eine Veröffentlichung der
Messergebnisse würde den Konkurrenzdruck zusätzlich verstärken und bringt aus unserer Sicht
weder für Pädagog:innen noch für Schüler:innen einen echten Mehrwert. Zielführender wäre es,
die gewonnenen Daten gezielt zu nutzen, um konkrete Maßnahmen abzuleiten und den Schulen
dort Unterstützung zukommen zu lassen, wo sie tatsächlich benötigt wird“, bringt Christine
Haslauer, Obfrau des Salzburger Lehrer:innenvereins SALVE, die Problematik auf den Punkt.
„Will BM Wiederkehr Schulen unterstützen, braucht es ausreichende Ressourcen, mehr
Personal und kleinere Klassen – um nur einige zentrale Maßnahmen zu nennen. Ein Schulranking
hingegen bringt keinerlei Mehrwert.“, schließen Haslauer und Polivka.

Christine HASLAUER
Obfrau Salzburger Lehrer:innenverein SALVE
+43 664 8284290
christine.haslauer@teamsalve.at

Toni POLIVKA
PFG Stv. Bundesvorsitzender
+43 664 40565002
toni.polivka@teamsalve.at