Erhöhung Selbstbehalt BVAEB
Am Samstag, 30.05.2026 wurde mitgeteilt, dass die Hauptversammlung der BVAEB einstimmig beschlossen hat, den Behandlungsbeitrag (BB) ab 1. Juni 2026 von 10 % auf 20 % anzuheben. Für Versicherte bzw. Familien mit geringem Einkommen gibt es nach wie vor die Möglichkeit zur Befreiung bzw. Nachsicht vom Behandlungsbeitrag.
§ 63 Abs. 4 B-KUVG sieht vor, dass „die Höhe des Behandlungsbeitrags […] durch die Satzung unter Bedachtnahme auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Versicherungsanstalt festzusetzen“ ist. Aus diesem Grund erfolgte mit 1. April 2016 die Absenkung des BB von 20 % auf 10 %, da die BVA damals über hohe Rücklagen verfügte. Diese Rücklagen sind nun aufgebraucht, womit die BVAEB wieder die Anhebung des BB beschlossen hat.
Die wichtigsten Gründe für die derzeitige Budgetentwicklung sind Demografie und medizinischer Fortschritt. Wenn man älter ist, benötigt man statistisch gesehen mehr medizinische Leistungen. Da wir eine alternde Gesellschaft sind, erhöht das zwangsläufig die Ausgaben. Der Gott sei Dank große medizinische Fortschritt kostet auch Geld. Bessere medizinische Leistungen und neue Medikamente haben ihren Preis.
Die Auswirkung (in Euro) der Erhöhung mit 1. Juni 2026 anhand einiger konkreter Beispiele:
| derzeit | in Zukunft | |
| 10 % BB | 20 % BB | |
| Erste Ordination Allgemeinmedizin | 2,71 | 5,43 |
| Weitere Ordination Allgemeinmedizin | 1,56 | 3,12 |
| Erste Ordination Internist:in | 3,57 | 7,15 |
| Weitere Ordination Internist:in | 2,32 | 4,65 |
| MRT | 17,81 | 35,61 |
| Physiotherapie 30 Minuten | 3,80 | 7,60 |
| Wurzelbehandlung (einkanalig) | 10,76 | 21,51 |
| Zweiflächenfüllung | 6,32 | 12,64 |
Der seit Jahren unveränderte Ambulanz-BB wird an die Rezeptgebühr (derzeit 7,55 Euro) angepasst.
In unserer Presseaussendung äußern wir Kritik an der Maßnahme. Anlass dazu gaben sowohl die fehlende vorgängige Kommunikation als auch die kurze Zeitspanne zwischen Veröffentlichung und Inkrafttreten (Samstag bis Montag) sowie generell der Zeitpunkt der getroffenen Maßnahme.
Unsere Presseausendung kannst du HIER nachlesen.
19. Landeskongress der GÖD in Salzburg
Am 2. und 3. Juni 2026 fand im Hotel Heffterhof in Salzburg der 19. Landeskongress der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Salzburg statt. Insgesamt nahmen 112 Delegierte aus den verschiedenen Berufsgruppen des öffentlichen Dienstes an der Veranstaltung teil. Die Parteifreien Gewerkschafter_innen (PFG) waren mit 17 Delegierten vertreten und brachten sich aktiv in die Beratungen und Abstimmungen ein.

Team PFG am 19. Landeskongress (Foto A. Pfisterer)
Auf der Tagesordnung standen mehr als 100 Anträge aus den unterschiedlichsten Bereichen des öffentlichen Dienstes. Die behandelten Themen reichten von arbeitsrechtlichen Fragestellungen über dienstrechtliche Anliegen bis hin zu Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.
Die PFG brachte gemeinsam mit den Unabhängigen Gewerkschafter (UG) einen Initiativantrag zur geplanten Erhöhung des Selbstkostenbeitrages der BVAEB von 10 auf 20 Prozent ein. Dabei wurde die überfallsartige Maßnahme scharf kritisch und eine Ablehnung in der vorgesehenen Form gefordert.
Toni Polivka, Christine Haslauer, Markus Wolf (Foto A. Pfisterer)

Ein weiterer Schwerpunkt des Kongresses war die Neuwahl des Landesvorstandes der GÖD Salzburg. Dabei konnten die Parteifreien Gewerkschafter_innen ihre Vertretung im Landesvorstand erfolgreich sichern und ausbauen: Christine Haslauer und Toni Polivka wurden erneut in das Gremium gewählt, Markus Wolf gehört dem Landesvorstand künftig erstmals an.
Mit nur 57,14 % der Stimmen erzielte MMMag. Getraud Salzmann (FCG) bei ihrer Bestätigung als Vorsitzende der GÖD Salzburg das historisch schlechteste Ergebnis für dieses Amt.
Der Landeskongress ist das höchste Beschlussgremium der GÖD Salzburg. Die Ergebnisse der Beratungen und Wahlen bilden die Grundlage für die gewerkschaftliche Arbeit der kommenden Jahre. Die Parteifreien Gewerkschafter_innen werden sich weiterhin für die Interessen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst einsetzen und ihre Anliegen in die gewerkschaftlichen Gremien einbringen.
Kündigungsfristen für Vertragslehrpersonen
Bildquelle: Pixabay

Plattform Lisa Leaks
Kollegin Lisa Aldali – seit November 2025 Nationalratsabgeordneten und NEOS-Volksanwaltschaftssprecherin- hat die Online-Plattform „Lisa Leaks“ initiiert.
Über diese Plattform können Bürgerinnen und Bürger anonym auf Missstände aufmerksam machen – etwa in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft oder Verwaltung.
Ziel sei es, Menschen eine Stimme zu geben, die sich von Behörden oder Institutionen nicht gehört fühlen.
Den Link zur Plattform findest du HIER.
SALVE – der einzige parteifreie Lehrer:innenverein in Salzburg!

